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Worum geht es bei “toni” und der BBV?

Die BBV Deutschland will ab 2021 im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis in den Auf- und Ausbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes investieren und darüber ihren Breitbanddienst „toni“ anbieten. Die Kosten für die Infrastruktur werden komplett von dem Netzbetreiber mit seinen Partnern finanziert. Voraussetzung dafür, dass in den einzelnen Gemeinden und Städten im Neckar-Odenwald-Kreis dies gebaut wird, ist im ersten Schritt ein ausreichendes Interesse der Haushalte und Geschäftskunden an der leistungsstarken Zukunftstechnologie.

Was ist eigentlich Glasfaser? Was ist der Unterschied zu schnellen DSL- oder Kabelanschlüssen?

Glasfaser hat im Gegensatz zu den herkömmlichen Technologien wie 2-Draht-Kupferleitung oder dem Fernsehkabel mehrere wesentliche Vorteile. Es gibt keine Störeinflüsse durch andere Kabel oder Stromleitungen, die auf dem gleichen Weg verlegt sind. Die Datenübertragung über Glasfaser muss nicht mit hochgezüchteten VDSL- oder Kabelmodems auf Kundenseite mit dem entsprechenden Gegenstück im Verteiler des Anbieters synchronisiert werden. Die Länge der Glasfaserleitung vom Kunden zum Verteiler hat auch keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Jeder Kunde – auch in einem Mehrfamilienhaus - bekommt die gebuchte Geschwindigkeit auf seiner Glasfaserleitung. Aktuell bietet die BBV mit ihren “toni”-Glasfaseranschlüssen Produkte mit 100 Mbit/s, 200 Mbit/s, 400 Mbit/s sowie 1 Gigabit/s. Glasfaser kann aber auch deutlich höhere Geschwindigkeiten übertragen, im normalen Endkundenmarkt spielt dies aber noch keine Rolle. Bei DSL mit Super-Vectoring ist das Ende der Entwicklung bei 250 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload bereits erreicht – und dies nur auf wenigen 100 Metern Leitungslänge. Beim Kabelanschluss werden höhere Geschwindigkeiten über Kanalbündelung erreicht, aber dies ist begrenzt über die Anzahl der gleichzeitigen Teilnehmer am Kabelstrang innerhalb eines Wohngebietes und meist sehr schwankend. Bei der Glasfaser gibt es keine Unterscheidung zwischen Upload- und Downloadgeschwindigkeiten. Die Leitung ist in beide Richtungen gleich schnell, man spricht dann von synchroner Leitung.

Warum wird diese Technologie immer wichtiger?

Gerade die aktuelle Corona-Krise führt uns deutlich vor Augen, wie wichtig leistungsfähige Breitbandnetze für alle Bereiche des öffentlichen, wirtschaftlichen und privaten Lebens sind. Zunehmend wird der zeitgleiche Einsatz internetfähiger TV-Geräte, Tablets, PCs und Smartphones im Haushalt schwieriger. Leistungsfähiges Internet ist auch die Basis für die Arbeitsplätze zuhause. Denn gerade hier sind schnelle und sichere Anbindungen an den Arbeitgeber zwingend. Diese künftigen Anforderungen lassen sich aus unserer Sicht nur mit der Glasfaser-Technologie erfüllen, die unter den verschiedenen technisch  möglichen Alternativen als die Zukunfts- und Leistungsfähigste gilt. Wer heute einen – auch in Zukunft ausreichenden – Internetzugang mit garantierten Bandbreiten von 100 Mbit/s und mehr haben möchte, ist mit der Glasfaser auf der sicheren Seite.

Ich habe schon einen schnellen Internetanschluss. Warum sollte ich jetzt einen anderen Anschluss bestellen?

Auch wenn aktuell ein Internetanschluss mit 50 oder 100 Mbit schnell erscheint, vor zehn Jahren waren 50 Mbit VDSL in vielen Gebieten im Landkreis gerade verfügbar. Manche die bislang einen 16 Mbit DSL-Anschluss hatten, fragten sich warum es notwendig sei auf 50 Mbit VDSL zu wechseln. Doch der Bandbreitenbedarf seitdem ist enorm gestiegen. Video- und Fernsehdienste sind mittlerweile üblich. In vielen Haushalten werden Fernsehen über Streamingdienste genutzt. Und dies nicht nur von einer Stelle, sondern verschiedene Programme von mehreren Familienangehörigen gleichzeitig. Damals waren Fernseher mit Full-HD-Auflösung das Maß der Dinge. Heute reden wir beim Fernsehen von 4K-Auflösung, wir nutzen selbstverständlich Dienste wie Videotelefonie, Telefon-/Videokonferenzen und Schulungen. Und der Bandbreitenbedarf wird weiter steigen. Wir haben keine Glaskugel und können die Zukunft nicht genau vorhersagen. Aber wir sehen die Entwicklungen in vielen Bereichen – beschleunigt auch durch die COVID19-Pandemie – und alle Marktforscher sagen, dass der Bedarf deutlich nach oben gehen wird.

Ich spiele gerne Onlinespiele. Neben der Geschwindigkeit der Internetverbindung interessiert mich die Pingzeiten und die Stabilität der Verbindung. Wie schaut es hier aus?

Wir können nicht vorhersagen, wie schnell es sein wird. Aber wir können uns anschauen wie in anderen Gebieten, in denen die BBV Glasfaserleitungen bereits betreibt und “toni” funktioniert. Nutzer von dort berichten uns von Pingzeiten mit 5 bis 8 Millisekunden. Die Verbindungsqualität ist durchgängig stabil und es werden keine tageszeitabhängigen Schwankungen beobachtet.

Wie genau wird Glasfaser verlegt?

Geplant ist es, dass in jeder Straße im Landkreis Glasfaserleitungen auf beiden Seiten einer Straße entlang verlegt werden. Die Glasfaserbündel werden je nach Art der Straße oder Gehwegs dann entweder 60 bis 120 cm tief in Leerrohren vergraben. Damit ein Hauseigentümer den Anschluss erhalten kann, muss das Glasfaser von der Straße aus in das Gebäude gelegt werden. Dazu gräbt der Bautrupp – mit entsprechender Genehmigung des Grundstücksbesitzers - auf dem Grundstück, bohrt einen Kabeldurchbruch und setzt im Keller des Gebäudes einen Hausanschluss. Der Kunde erhält von BBV ein Endgerät, an diesem Endgerät kann der Kunde dann einen geeigneten WLAN-Router oder eine Firewall per Netzwerkkabel anschließen. Wenn ein Interessent zu einem späteren Zeitpunkt sich entschließt an die Glasfaser sich anschließen zu lassen, muss ein Bautrupp wieder anrücken, die Straße aufgraben und das entsprechende vorbereitete Glasfaser in ein neu zu legendes Leerrohr in das Gebäude des neuen Kunden legen.

Wo genau wird Glasfaser verlegt?

Geplant ist dies in jeder Gemeinde und Teilorten von Adelsheim, Aglasterhausen, Billigheim, Binau, Buchen, Elztal, Fahrenbach, Hardheim, Haßmersheim, Höpfingen, Hüffenhardt, Limbach, Mosbach, Mudau, Neckargerach, Neckarzimmern, Neunkirchen, Obrigheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg, Schefflenz, Schwarzach, Waldbrunn, Walldürn und Zwingenberg. Es gibt wenige Ausnahmen, wie z.B. Ernsttal (zu Mudau-Mörschenhardt), die in der Planung nicht berücksichtigt wurden, da dort die Kosten für den Anschluss in Bezug auf die zu erwartenden Kundenanzahl unverhältnismäßig hoch sind.

Warum sollte man dann jetzt schon einen Anschluss vorbestellen?

Während der Vorvermarktungsphase erhält jeder Kunde seinen hauseigenen Glasfaseranschluss kostenfrei, indem er einen Internetvertrag mit „toni“ abschließt. Nach der Vorvermarktungsphase bis zum Beginn der Bauphase zahlt der Kunde dann 600€ Anschlusskosten, nach Abschluss der Bauphase sogar 1400€ - wer also schnell ist, kann sehr viel Geld sparen und den Wert des eigenen Hauses steigern. Zudem können Hauseigentümer Hausanschlusskosten steuerlich mit 20% geltend machen, genaue Auskünfte dazu gibt es unter www.wir-sind-toni.de oder bei jedem Steuerberater.

Ab wann kommen Kosten für den laufenden Vertrag auf den Kunden zu?

Die Kosten für den Vertrag mit „toni“ beginnen erst mit der Inbetriebnahme des neuen Anschlusses, allerdings frühestens, nachdem der alte Vertrag des Kunden gekündigt bzw. abgelaufen ist und spätestens 24 Monate nach Vertragsunterzeichnung, . Die BBV übernimmt für einen Zeitraum bis 12 Monate die Grundgebühren eines Internet- und Telefonanschlusses beim alten Anbieter, so dass in keinem Fall eine doppelte Belastung anfällt.

Wann werden die Glasfaserleitungen gebaut?

Aktuell sind die Bautrupps noch im Rhein-Neckar-Kreis in Helmstadt, Waibstadt und Neckarbischofsheim an der Arbeit. Die BBV möchte im Frühjahr 2021 in unserem Landkreis mit den Bauarbeiten starten. Zuerst sollen die Arbeiten in Aglasterhausen und Buchen mit seinen Stadtteilen starten. Bis die Bautrupps in allen Gemeinden und Ortschaften des Landkreises die Leitungen gelegt haben, wird es sicherlich 2024 oder 2025 werden. Die Priorisierung der Reihenfolge der einzelnen Gemeinden liegt auch an der Anzahl der Vorverträge, die jetzt aus den einzelnen Gemeinden kommen.

Ich möchte einen Glasfaseranschluss, möchte aber kein “toni”-Produkt, sondern ein Produkt eines anderen Anbieters?

Die BBV baut ihr Glasfasernetz auf Basis von “OpenAccess”. Wenn Sie einen Hausanschluss ohne ein entsprechendes “toni”-Produktes bei der BBV bestellen, muss der Hausanschluss zu den normalen Konditionen bezahlt werden und Sie können bei einem anderen herkömmlichen Anbieter dann ein entsprechendes Produkt auf Glasfaserbasis buchen. Dieser Anbieter mietet dann die Anschlussleitung in Ihr Gebäude von der BBV an. Die BBV ist für Sie dann nur noch der Netzbetreiber. Aber Ihr Internetprovider ist dann ein Anbieter Ihrer Wahl.

Alternativ können Sie auch direkt bei einem anderen Anbieter einen eigenen Glasfaseranschluss bestellen. Da dieser Anbieter keine Glasfaserleitungen in ihrem Gebiet liegen hat, muss dieser Anbieter für Sie allein diese Leitungen legen lassen. Die einmaligen Kosten liegen hier oft über 30.000€, die monatlichen Kosten für einen 100 Mbit/s-Anschluss über 500€. Es gibt aber Ausnahmen: die Stadtwerke Buchen hat im Stadtgebiet Buchen in vielen Straßenzügen bereits Glasfaser verlegt und es gibt wenige einzelne neue Wohngebiete, in denen die Telekom bereits Glasfaser anstatt Kupferleitungen verlegt hat. Hier sind dann wieder Glasfaserprodukte mit monatlichen Preisen von 40 bis 100€ verfügbar

Wie kann ich als Mieter in einem Mehrfamilienhaus einen Glasfaseranschluss erhalten?

Sprechen Sie zuerst mit Ihren anderen Nachbarn im Gebäude - und dann gemeinsam mit dem Vermieter. Im Gebäude müssen (zusätzlich zum Glasfaserhausanschluss) vom Keller aus in jede Wohnung ein Kabel verlegt oder angeschlossen werden. Der Vermieter/Gebäudebesitzer muss BBV die Erlaubnis geben auf seinem Grundstück zu graben und den Hausanschluss herzustellen. Für die Unterverteilung vom Keller in die Wohnung der einzelnen Mieter ist der Vermieter zuständig. Hier bieten wir dem Vermieter entsprechende Beratung an, wie dies einfach und kostengünstig zu realisieren ist. Wohnungen mit Glasfaseranschluss sind für spätere Neumieter deutlich attraktiver.

Wenn irgendwann mein Glasfaseranschluss gelegt wird, wie bekomme ich alles aufgebaut und angeschlossen, damit es auch bei mir funktioniert?

Zusätzlich zu den zahlreichen Informationen auf den Webseiten von “toni” und von uns bieten wir einen Vor-Ort-Service an, in denen wir mit Ihnen oder Ihrem Hauselektriker besprechen, wie die Glasfaser aus ihrem Keller zu Ihrem Router kommen kann. Zudem können wir bei Bedarf Ihren WLAN-Router konfigurieren damit Internet, Mail und Telefon ordnungsgemäß funktionieren. Die BBV plant ihren Kunden einen Installationsgutschein zu geben, der dann bei uns – als Partner der BBV - eingelöst werden kann.

Wenn in ein paar Jahren mein Glasfaseranschluss ausfällt, wer hilft mir weiter?

Zuerst wird der technische Support von BBV versuchen die Fehlerquelle zu finden. Wurde z.B. durch Bauarbeiten das Leitungsbündel in der Straße beschädigt, muss ein Reparaturteam kommen und die Beschädigung beheben. Bis dieser Defekt behoben ist haben vielleicht alle Kunden auf der Straßenseite kein Internet mehr. Wir haben für solche Fälle LTE-Router im Bestand damit diese Zeit überbrückt werden kann. Ist jedoch das Endgerät, dass Sie von BBV erhalten haben, defekt, bekommen Sie von BBV Ersatz geschickt – oder Sie können in dringenden Fällen von uns ein entsprechendes Ersatzgerät erhalten, da wir als technischer Partner der BBV diese Geräte vorrätig haben werden.